Tages- und Festgeldkonten – Geld clever parken

    Der gute alte Sparstrumpf hat schon lange ausgedient. Für das Girokonto gibt es entweder gar keine oder nur sehr niedrige Zinsen. Und beim Sparbuch reicht die Verzinsung von maximal 1,5 Prozent zumeist nicht mal aus, um die Inflationsrate auszugleichen. Umso erstaunlicher ist es, dass immer noch viele Verbraucher ihr Geld auf dem Sparbuch buchstäblich „verhungern“ lassen. Warum nicht eine clevere Alternative wählen und das Guthaben auf Tages- oder Festgeldkonten parken?

    Tages- und Festgeldkonten sind für Sparer geeignet, die eine zeitlang ihr Geld sicher und ordentlich verzinst zur Seite legen wollen. Wer beispielsweise vorhat, zu einem späteren Zeitpunkt eine größere Anschaffung zu machen, kann sein Geld clever und sicher solange auf einem Tages- oder Festgeldkonto parken. Auch ideal, wenn eine Investitionsentscheidung ansteht, die noch reiflich überlegt werden muss, z.B. nach der Auszahlung aus einer Lebensversicherung. In diesem Fall kann das Geld erst mal auf ein Tagesgeldkonto flexibel „zwischengelagert“ werden.

    Zins und Laufzeit

    Tagesgeldkonten sind einfach zu verstehen: Dem Anleger steht sein Guthaben täglich zur Verfügung. Er geht kein Risiko ein, auch wenn die Zinsen beim Tagesgeldkonto variieren können, denn er selbst entscheidet, wann er das Geld abhebt oder nicht. Der Zinssatz wird gegebenenfalls - je nach Zinsniveau - am Geldmarkt angepasst. Wichtig ist zu beachten, in welcher Verrechnungszeit die Zinsen dem Konto gutgeschrieben werden. Um den Zinseszinseffekt optimal nutzen zu können, bietet sich eine kurze, bestenfalls monatliche Zinsausschüttung an.

    Was dem Festgeldkonto aufgrund der vorher festgelegten Laufzeit an Flexibilität fehlt, gleicht die sichere, stabile Verzinsung wieder aus. Sie liegt meistens 0,5 bis, 0,75 Prozent höher als beim Tagesgeldkonto. Der vereinbarte Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit garantiert. Idealerweise legt man sein Geld in einer Hochzinsphase an. Von den hohen Zinsen profitiert man dann auch noch, wenn die Zinsen später sinken – wie beispielsweise in der Wirtschaftskrise geschehen. Beim Tagesgeld geht in solch einem Fall der Zins sehr schnell in den Keller.

    Referenzkonto

    Bei beiden Produkten handelt es sich um reine Anlagenkonten. Das bedeutet, dass mit der Eröffnung ein Referenzkonto angegeben werden muss, über das der finanzielle Transfer läuft.

    Einlagensicherung

    Jedes Kreditinstitut in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, zur Sicherung der Kapitalanlagen ihrer Kunden in einer Entschädigungseinrichtung zu sein. Die gesetzliche Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken garantiert einen Sicherungsbetrag von 90 Prozent des Guthabens, allerdings nur bis maximal 20.000 Euro. Das mag für manch einen Sparer zu wenig Absicherung sein, falls das Kreditinstitut zahlungsunfähig werden sollte. Deswegen gehören viele Banken freiwillig dem Einlagesicherungsfond des Bundesverbands deutscher Banken an. Andere befinden sich zusätzlich im Haftungsverbund der jeweiligen Finanzgruppe. Ob so oder so, damit sind die Einlagen der Kunden zu 100 Prozent abgesichert.

    Vorfälligkeitsentschädigung

    Der Sparer eines Festgeldkontos muss bis zum Ende der Laufzeit warten, um an sein Guthaben zu kommen. Will er vorher an sein Geld, so kann das regelrecht schmerzhaft werden: Die Banken verlangen vom Kunden eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung, etwa in Form einer Strafgebühr. Manchmal muss der Sparer auch noch die Streichung eines Teils der bis dahin erwirtschafteten Zinsen hinnehmen.

    Prolongation

    Am Ende der Laufzeit des Festgeldkontos muss der Sparer entscheiden, das Konto zu verlängern, oder sich das Guthaben auszahlen zu lassen. Im Bankenalltag gibt es für die Prolongation, Verlängerung, zwei Möglichkeiten: eine automatische Wiederanlage oder die vom Sparer zu bestätigende Verlängerung. Bei beiden ist es wichtig, sich mindestens 14 Tage vor Ende der Laufzeit mit der Bank in Verbindung zu setzen.

    Fazit

    Tages- und Festgeldkonten sind eine wirklich clevere Alternative, sein Geld eine Zeit lang risikolos zu parken. Wer viel Wert auf Flexibilität legt, sein Geld also jederzeit zur Verfügung haben will, ist mit Tagesgeldkonten bestens versogt. Wer einen stabilen Zins haben möchte und sein Geld erst zu einem später fest stehenden Zeitpunkt benötigt, für den ist Festgeld die bessere Wahl.

    Für weitere Informationen bieten folgende zwei Internetseiten eine gute Grundlage:

    www.tagesgeldvergleich.de

    www.tagesgeldkonto.de


    Stand: Dezember 2009, alle Angaben ohne Gewähr

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