Abbruchklausel

Darunter wird die Vereinbarung verstanden, dass eine Kapitallebensversicherung zum Ende des Versicherungsjahres beendet und ausgezahlt wird. In diesem Jahr wird die vereinbarte Versicherungssumme durch Ansammlung des Deckungskapitals und der Überschüsse (Überschussbeteiligung) erreicht.


Abfindungsangebot

Ist die angemessene Abfindung der freien Aktionäre durch den kaufenden Großaktionär bei der Übernahme oder dem Zusammenschluss von Gesellschaften. Es kann in Form von Aktien oder Bargeld erfolgen.


Abgeld

Auch Disagio genannt. Bei Neuemissionen ist das Abgeld (häufig in Prozent angegeben) der Abschlag, um welchen der Ausgabepreis unter dem entsprechenden Normpreis, meist unter dem Nennwert, liegt. Beim Optionsscheinhandel ist dies der in Prozent genannte Betrag, um welchen der Bezug der Aktie gegenüber den gekauften Optionsschein billiger ist als ein direkter Kauf der Aktie. Im Gegensatz hierzu steht das Aufgeld/Prämie: der Agio.


Ablauf

Darunter versteht man das Datum, zu dem eine Lebensversicherung beendet wird. Dieses ist entweder ein bestimmtes Kalenderdatum oder ein bestimmter Geburtstag oder der Eintritt des versicherten Ereignisses.


Ablaufleistung

Die Ablaufleistung einer Lebensversicherung besteht aus der Versicherungssumme zuzüglich der Überschüsse, die über die vertraglich garantierte Mindestverzinsung hinaus vom Lebensversicherer erwirtschaftet werden. (Garantieren dürfen die Versicherer seit dem 1. Januar 2007 maximal 2,25 %)


Abrufphase

Sie bezeichnet die Endphase der Vertragslaufzeit einer Kapitallebensversicherung. Dabei handelt es sich um einen variabel festlegbaren Zeitraum (z. B. 5 oder 10 Jahre), innerhalb dessen die Versicherung vorzeitig jährlich gekündigt und ausgezahlt werden kann oder nach dem Ende der Versicherungsdauer noch weiter bestehen kann.


Abschlag

Der Abschlag ist ein rein rechnerischer Kursrückgang. Der Grund kann ein Dividendenabschlag am Tage der Auszahlung, nach Fortfall eines Bezugsrechtes oder nach Ausgabe von Berichtigungsaktien sein.


Abschlusskosten

Sind Bestandteil der Betriebskosten (auch als Erwerbskosten bekannt) eines Versicherungsunternehmens. Darin enthalten sind: Abschlussprovisionen, Gehälter und Provisionen der Außendienstmitarbeiter, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung, Antragsbearbeitung und Ausfertigung des Versicherungsscheines, Druck von Anträgen, Tarifmaterial und Versicherungsbedingungen sowie Werbung.


Abschlusskostenquote

Die Abschlusskosten einer Lebensversicherung werden in Promille des eingelösten Neugeschäfts angegeben. Die Abschlusskosten stellen einen wichtigen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit einer Tarifkalkulation dar.


Absicherung

Bei einem Absicherungsgeschäft handelt es sich um ein Termingeschäft, welches zum Schutz gegen eventuelle Verluste durch Preisänderungen im Waren-, Devisen- oder Wertpapierverkehr abgeschlossen wird. Absicherung wird auch Hedging genannt.


Abtretung

Grundsätzlich ist es möglich, Rechte und Ansprüche aus einem Kapitalvertrag an Dritte abzutreten oder zum Teil auf eine dritte Person zu übertragen. Mit der Abtretung des Vertrages tritt der neue Gläubiger in vollem Umfang an die Stelle des bisherigen Gläubigers (§ 398 BGB). Nach § 401 BGB gehen mit der abgetretenen Forderung Neben-, Sicherungs- und Vorzugsrechte - z. B. Hypotheken - automatisch auf den neuen Gläubiger über. Der bisherige Gläubiger muss Urkunden, z. B. den Versicherungsschein, welche zur Geltendmachung oder zum Beweis seiner Forderung notwendig sind, an den neuen Gläubiger herausgeben (§ 403 BGB). Bei der Abtretung ist eine Zustimmung des Versicherers nicht erforderlich, allerdings muss die Abtretung vom Versicherungsnehmer oder einem hierzu Bevollmächtigten schriftlich angezeigt werden. Die Versicherungsgesellschaft kann dann den neuen Gläubiger als zur Entgegennahme der Leistung berechtigt ansehen.


Abwertung

Die Abwertung ist die Verbilligung einer Währung am Devisenmarkt. Der Wert einer Währung wird gegenüber anderen am Devisenmarkt gehandelten Währungen herabgesetzt. Der Effekt: Importierte Waren - aus Sicht des Landes mit abgewerteter Währung - müssen teurer erworben werden; Exportgüter allerdings verbilligen sich. Die Maßnahme dient der Stabilisierung eines Währungskurses und erfolgt durch die Notenbanken. Eine gegensätzliche Entwicklung wird als Aufwertung bezeichnet.


Abzinsung

Mit Hilfe eines Diskontierungsfaktors, auch Abzinsungsfaktor genannt, kann die Abzinsung bei vorliegender Laufzeit und Verzinsung des Bar- bzw. Anfangswertes aus einem gegebenen Endbetrag errechnet werden.


Abzinsungspapier

Unverzinsliche Wertpapiere sind Abzinsungspapiere, bei denen beim Kauf die für die gesamte Laufzeit zu zahlenden Zinsen vom Preis abgezogen werden. Die Rückzahlung am Ende der Laufzeit erfolgt dann zu 100 % des Nennwertes. Auch bekannt unter dem Namen Zero-Bond.


Actuals

Finanztitel, auf deren Basis Finanzterminkontrakte gehandelt werden.


Ad-hoc Publizität

Nach §15 des Wertpapierhandelsgesetzes (WphG) müssen alle kursbeeinflussenden Umstände, die die Finanz- und Vermögenslage eines Unternehmens betreffen, unverzüglich bekannt gemacht werden. Damit soll Insider-Geschäften vorgebeugt werden.


Additional Margin

Begriff aus dem Handel mit Finanzderivaten, z.B. Futures. Deckt bei der Glattstellung einer Position zusätzlich anfallende Glattstellungskosten.


Adjustierung

Eine Adjustierung dient zur Korrektur oder Zurückrechnung eines Aktienkurses vor Kapitalerhöhung(en), Auszahlung von Dividenden o.ä.; dadurch ist ein angemessener Vergleich der neuen mit vorherigen Kursen möglich. In Charts werden solche Berichtigungen extra an den jeweiligen Stellen gekennzeichnet.


ADR

Abkürzung für American Depositary Receipt, von US-Banken herausgegebene Hinterlegungsscheine nicht amerikanischer Aktien. Sie werden anstelle von Aktien selbst an der Börse gehandelt.


AEX

Aktienindex der Börse Amsterdam.


AG

Steht für "Aktiengesellschaft". Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person). Die Gesellschafter (Aktionäre) sind mit ihren Einlagen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt. Sinn und Ziel einer AG ist es, durch Ausgabe von Aktien größere Kapitalsummen für Investitionen etc. zu besorgen und das Unternehmerrisiko möglichst weit zu verteilen.


Agio

Auch Aufgeld genannt. Bezeichnet die Differenz zwischen Nennwert eines Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden Börsenkurs bzw. Emissionspreis. Bei Fonds entspricht der Agio dem Ausgabeaufschlag. Gegenteil ist der Disagio oder das Abgeld.


AktG

Abkürzung für das Aktiengesetz. Es bildet die juristische Basis aller Aktiengesellschaften.


Aktie

Die Aktie ist eine Urkunde, die dem Inhaber einen bestimmten Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft (im römischen Recht actio = Anteilsrecht) Der Inhaber ist somit Miteigentümer am Vermögen der AG. Seine Rechte werden durch das Aktiengesetz geschützt.


Aktien

Aktienhandel leicht verständlich.


Aktien

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Aktien

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Aktien-Futures

Futures auf einzelne Aktien.


Aktienanalyse

Die Beurteilung der Gewinnchancen einer Aktie. Sie erfolgt auf zwei verschiedene Arten. Zum einen durch die Fundamentalanalyse, die auf Basis von Kennzahlen wie Ertrag, Umsatz und Finanzkraft den Unternehmenserfolg beurteilt. Zum anderen auf Basis der technischen Analyse, die versucht, durch die Analyse der historischen Kursverläufe (Chartanalyse) und der Berechnung spezieller Indikatoren Auskunft über weitere mögliche Entwicklungen der Aktie zu erhalten.


Aktienbuch

Bei den Namensaktien gilt derjenige als Aktionär, welcher in einem besonderen Aktienregister, dem sog. Aktienbuch, mit Namen, Wohnort und Beruf registriert ist.


Aktienchart

Graphische Darstellung des historischen Kursverlaufes einer Aktie.


Aktienfonds

Die von einer Investment- oder Kapitalanlagegesellschaft verwalteten Vermögen werden Investment-Fonds genannt. Wird das Kapital eines dieser Fonds schwerpunktmäßig in Aktien angelegt, spricht man von einem Aktienfonds.


Aktiengesellschaft

Siehe AG.


Aktienindex

Mathematische Zusammenfassung mehrerer Aktien. Der Index zeichnet so die Entwicklung z.B. der wichtigsten deutschen Aktien nach. Er gibt dem Investor Hinweise auf die Verfassung eines ganzen Marktes.


Aktienindex-Futures

Mathematische Zusammenfassung mehrerer Aktien. Der Index zeichnet so die Entwicklung z.B. der wichtigsten deutschen Aktien nach. Er gibt dem Investor Hinweise auf die Verfassung eines ganzen Marktes.


Aktienkurs

Der Aktienkurs ist der Preis, zu welchem eine Aktie an der Börse gehandelt wird (sowohl Kauf als auch Verkauf). Während der Börsenöffnungszeit wird dieser Kurs nach Angebot/Nachfrage von den Kursmaklern festgestellt. Maßgabe ist dabei der größtmögliche Umsatz.


Aktienoption

Eine Aktienoption berechtigt je nach Art zum Kauf oder Verkauf einer Aktie innerhalb einer bestimmten festgelegten Frist zu einem vorher vereinbarten Preis.


Aktienrückkauf

Unternehmen versuchen durch den Erwerb eigener Aktien den Aktienkurs zu stützen. Rückkäufe müssen von der Hauptversammlung genehmigt werden.


Aktiensplit

Der Nennwert der Aktien wird herabgesetzt. Der Anleger erhält ohne Wertveränderung mehr Aktien. Die Aktie soll dadurch optisch billiger werden und so mehr Käufer anziehen.


Aktionär

Ein Aktionär ist durch den Besitz von Aktien einer Aktiengesellschaft deren Miteigentümer bzw. Anteilseigner. Rechte und Pflichten des Aktionärs sind im AktG festgelegt. Er hat Anspruch auf Gewinnbeteiligung, Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen, evtl. Stimmrecht in der Hauptversammlung etc.


Aktionärsbuch

Meist elektronische Datei einer AG, in der Anschrift, Name und Größe der Beteiligung aller Aktionäre gespeichert werden.


Aktiva

Unter Aktiva versteht man das Vermögen eines Unternehmens. Die auf der Aktivseite (linke Seite, Soll-Seite) der Bilanz ausgewiesenen Positionen werden in Anlagevermögen, Umlaufvermögen sowie Rechnungsabgrenzungsposten aufgegliedert. Zu dem Anlagevermögen zählen die Vermögenswerte, in die für einen längeren Zeitraum durch ein Unternehmen investiert (angelegt) wird (z.B. Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Gebäude, Maschinen und Finanzanlagen). Zu dem Umlaufvermögen gehören Vermögensgegenstände, die sich nur für einen kürzeren Zeitraum in einem Unternehmen befinden (z.B. Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Schecks, Kassenbestände). Die Vermögenswerte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Vermögensteile, die der Wertminderung unterliegen, müssen auf die Dauer ihrer Nutzung abgeschrieben werden. Die Aktivseite gibt Informationen darüber, in welchen Vermögenswerten das beschaffte Kapital angelegt (investiert) ist (Mittelverwendung). Im Gegensatz dazu stehen die Passiva.


AKV

Die deutsche "Auslandskassenverein AG" ist eine zentrale Verwaltungsstelle für ausländische Wertpapiere.


All Time High

So bezeichnet man den höchsten jemals zustande gekommenen Kurs eines Wertpapiers, auch als historisches Hoch bezeichnet.


Alterungsrückstellungen

Der Versicherte zahlt mit seinem Beitrag neben einem Risikoanteil für das gegenwärtige Risiko gleichzeitig einen Sparanteil für das im Alter grundsätzlich ansteigende Krankheitsrisiko. Diese Alterungsrückstellung wird mit einem Zinssatz von 3,5 % angespart. Die PKV-Unternehmen müssen nach neuem Versicherungsrecht 80 % der über den Prozentsatz von 3,5 hinausgehenden tatsächlichen Zinserträge aus der Alterungsrückstellung zur Beitragsentlastung im Alter verwenden. Hierbei darf eine 2,5-Prozentgrenze der vorhandenen Alterungsrückstände nicht überschritten werden. Eine Hälfte der Mittel, auch wenn sie aus den Zinsen jüngerer Versicherter stammt, dient ausschließlich der Begrenzung eventuell eintretender Erhöhung der Beiträge bei den schon jetzt "alten" Versicherten. Zum Aufbau der Anwartschaft und Beitragsentlastung aller Versicherten wird die zweite Hälfte verwandt. Mit der Alterungsrückstellung wird erreicht, dass der Tatbestand des Alterns nicht allein zu steigenden Beiträgen führt. In den Beiträgen jüngerer Versicherungsnehmer wird schon berücksichtigt, dass im Alter die Krankheiten grundsätzlich zunehmen und dadurch höhere Kosten verursacht werden.


American Depository Receipt

Siehe ADR.


Amerikanische Option

Bei einer amerikanischen Option ist die Ausübung der Option während der gesamten Laufzeit möglich. Das Gegenteil ist die europäische Option.


Amerikanisches Verfahren

Beim amerikanischen Verfahren wird bei der Zuteilung des Zinstenders jeder Bieter mit seinem individuellen Zinsgebot zugeteilt.


AMEX

American Stock Exchange. Neben der NYSE (New York Stock Exchange) eine der bedeutendsten US-Wertpapierbörsen.


Amtliche Notierung

Die Amtliche Notierung ist die Kursnotierung der zum Amtlichen Handel zugelassenen Wertpapiere. Um zum Amtlichen Handel zugelassen zu werden, müssen die Wertpapiere bestimmte Bedingungen erfüllen, wie z.B. die Veröffentlichung eines Prospekts und der jährlichen Bilanz. Die Kursfestsetzung erfolgt während der Börsenzeit durch die sogenannten Kursmakler und wird im Amtlichen Kursblatt der Börse bzw. auch in der Tagespresse und anderen Medien veröffentlicht.


Amtlicher Handel

Das oberste Qualitätssegment der Deutschen Börse mit dem umfangreichsten Handel. Unternehmen, welche nach strengem Verfahren zum Aktienhandel zugelassen sind, unterliegen einer Publikationspflicht. Amtliche Makler sind außer dem Vorstand der Börse für die Kursfestsetzung zuständig. Notierungen werden in einem Kursblatt veröffentlicht.


Andienungsrecht

Das Andienungsrecht steht für die Sicherheit des Käufers, dass der Verkäufer jederzeit in der Lage ist, während der Laufzeit der Option die versprochenen Waren zu liefern.


Anfechtung

Ein bestehender Lebensversicherungsvertrag kann durch das Versicherungsunternehmen oder den Versicherungsnehmer angefochten werden. Bei erfolgreicher Anfechtung wird der Lebensversicherungsvertrag rückwirkend ab Beginn aufgehoben, Die Anfechtung ist möglich bei Irrtum des Versicherers oder des Versicherungsnehmers (§ 119 BGB sowie § 121 BGB) und Arglistiger Täuschung des Versicherers bei der Verletzung einer vorvertraglichen Anzeigepflicht (beispielsweise bewusstes Verschweigen einer für die Risikoeinschätzung wichtigen schweren Vorerkrankung) gemäß § 123 BGB und § 22 VVG oder des Versicherungsnehmers durch den Versicherer oder dessen Vermittler (beispielsweise bewusst wahrheitswidrige Aussagen über die garantierten Leistungen) gemäß § 123 BGB .


Anlagen

Hier erhalten Sie Informationen über die Böresnstruktur


Anlagestrategie

Planmäßiges Vorgehen bei der Geldanlage unter Berücksichtigung von diversen Umständen und Risiken (Konjunkturlage, Börsentrend, Zinsentwicklung o. ä.). Aggressive Anleger setzen auf den schnellen Gewinn und häufige Umschichtung des Depots in schneller laufende Papiere (Optionsscheine, Turbo-Zertifikate, Futures etc.). Konservativen Anlegern ist die Sicherheit wichtiger und das Depot ist meist mit risikoarmen Werten (Anleihen, Immobilienfonds etc.) zur Erhaltung des Kapitals bestückt.


Anlagevermögen

Anlagevermögen wird der Besitz an Grundstücken, Gebäuden, Maschinen etc. auf der Aktivseite der Bilanz einer Firma genannt (siehe auch Aktiva).


Anleihe

Oberbegriff der verzinslichen Wertpapiere. Dazu gehören auch der Pfandbrief, die Industrie- oder Kommunalobligation oder Bundesschatzbriefe. Sie verbriefen ein Gläubigerrecht. Der Schuldner verspricht eine feste Zinszahlung und die Rückzahlung des geliehenes Betrages.


Anleiheniveau

Durchschnittliche Verzinsung aller im Umlauf befindlichen Anleihen.


Annahmepflicht

Bei bestimmten Haftpflichtversicherungen, so in der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung, besteht für die Versicherungsgesellschaften die Pflicht zur Annahme des Versicherungsvertrages (§ 5 Abs. 2 PflVG). Der Antragsteller darf nicht abgewiesen werden.


Annuität

Bei der Annuität (aus dem lat. für "Jahr") handelt es sich um einen gleichen pro Jahr zu zahlenden Betrag, welcher zur Zinszahlung und Tilgung einer Kapitalschuld notwendig ist.


Anpassungsversicherung

Auch als Zuwachs oder dynamische Versicherung genannt. Bei der Anpassungsversicherung steigen sowohl die Beiträge als auch die Versicherungssumme in kontinuierlichen Abständen. Die Erhöhungen richten sich dabei meist nach der Steigerung des Höchstbeitrags der gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten. Unter Umständen haben aber auch einige Unternehmen feste Prozentsätze.


Anspruchsteller

Der Anspruchsteller ist eine geschädigte Person, die einen Anspruch gegenüber dem Versicherer oder dem Versicherungsnehmer hat.


Anteilsschein

Der Anteilschein ist das Wertpapier, welches einen Anteil am Fonds einer Kapitalanlagegesellschaft (Investmentgesellschaft) verbrieft. Der Wert des Anteilsscheins wird nach dem Kurswert des Fondsvermögens bemessen (je nachdem zuzüglich Bezugsrechten, ausstehender Forderungen o. ä., geteilt durch die Summe der Anteilscheine).


Antizyklisch

Gegen den Trend handeln.


Antrag

Zum Abschluss einer jeden Versicherung ist ein Antrag erforderlich. Gewöhnlich sind 14 Tage Bindungsfrist angesetzt. Ist eine ärztliche Untersuchung nötig, erhöht sich diese auf vier Wochen. In dieser Zeit erwägt das Versicherungsunternehmen das Risiko und entscheidet, ob der Antrag angenommen oder abgelehnt wird.


Antragsteller

Mit dem Antragsteller ist der Kunde eines Versicherungsunternehmens gemeint, auch Versicherungsnehmer genannt. Zu den Aufgaben des Antragstellers zählen die Erbringung der Beitragszahlungen, die Benennung der Bezugsberechtigten und das Unterschreiben des Antrags.


Anzeigepflicht

Die Anzeigepflicht ist die Pflicht eines Versicherungsnehmers, bei Vertragsabschluss seinen gegenwärtigen und vergangenen Gesundheitszustand wahrheitsgemäß anzugeben. Erfolgt die Anzeigepflicht in einer nicht wahrheitsgemäßen Art und Weise, so spricht man von einer Verletzung der Anzeigepflicht. In diesem Fall ist die Versicherungsgesellschaft dazu berechtigt, von einem Vertrag Abstand zu nehmen.


Arbitrage

Ausnutzen von Preisdifferenzen des selben Wertpapiers an verschiedenen Börsen.


Arrondieren

Wenn die vorhandene Anzahl eines bestimmten Wertpapiers durch Zu- oder Verkauf auf eine glatte (runde) Stückzahl gebracht wird, bezeichnet man dies als arrondieren.


Arztanordnungsklausel

Wichtig bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Ist die Versicherungsgesellschaft der Meinung, dass eine bestimmte Therapie die Ursachen für eine vorliegende Berufsunfähigkeit beseitigen könnte, kann Sie den Versicherten zur Durchführung der Therapie verpflichten. Kommt der Versicherte der Aufforderung der Versicherungsgesellschaft nicht nach, können die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung verweigert werden. Viele Versicherer verzichten allerdings auf diese Arztanordnungsklausel. Somit kann der Versicherte nicht zu einer Therapie gezwungen werden, der er nicht vertraut.


Ask

Angebot (Brief), Briefkurs; Hierunter versteht man den Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, ein Wertpapier (Aktie, festverzinsliches Papier) zu verkaufen. Gegensatz dazu: Bid.


Assekuranz

Assekuranz ist ein allgemeingültiger Begriff, der für das Versicherungswesen steht.


Asset Allocation

Englisch für die Aufteilung des Vermögens in verschiedene Anlageformen. Dient der Risikostreuung . Siehe auch Anlagestrategie.

 


  Asset Backed Finanzierung

Unternehmensfinanzierung in Form eines Forderungsverkaufs. Hierbei werden die Forderungen des Unternehmens an eine speziell für diesen Zweck gegründete Finanzierungsgesellschaft verkauft. Die Finanzierungsgesellschaft (eine Einzweck- oder Single Purpose Company) refinanziert sich durch Ausgabe von Wertpapieren (z.B. Anleihen), auch Asset Backed Securities. Diese sind durch den erworbenen Forderungsbestand gedeckt. Für Unternehmen und Anleger stellen Asset Backed Finanzierungen eine interessante Alternative auf dem Kapitalmarkt dar.


Assistance

Assistance ist eine neue in Frankreich entwickelte Dienstleistung, die darauf ausgerichtet ist, dem Kunden in seiner aktuellen Notlage sofort zu helfen. Die Hilfe der Assistance erfolgt weltweit und 24 Stunden am Tag.


At the Market

Ein Kauf oder Verkauf "at the market" bezeichnet eine sofortige, zum bestmöglichen Preis auszuführende Order. Der entsprechende Kauf-/Verkaufsauftrag hierfür wird "Market-Order" genannt.


At-the-money-Option

Option, deren Basispreis dem aktuellen Marktpreis entspricht.


Aufgeld

Aufgeld wird auch Agio genannt. Man versteht unter Aufgeld einen Aufpreis, der in Prozent ausgedrückt wird und zwischen Nennwert und Kurswert liegt.


Aufgeld p.a.

Das Aufgeld p.a. gibt beim Vergleich diverser Optionsscheine einen Hinweis darauf, um wie viel Prozent der Basiswert auf jährlicher Basis bis zur Fälligkeit des Optionsscheins steigen bzw. fallen muss, damit vom Investor keine Verluste erlitten werden. Durch diese Standardisierung relativiert sich das üblicherweise verhältnismäßig hohe Aufgeld von Optionsscheinen mit langer Restlaufzeit und es können Optionsscheine unterschiedlicher Restlaufzeiten miteinander verglichen werden. Beim Vergleich verschiedener Optionsscheine stellt das Aufgeld p.a. eine dem Aufgeld überlegene Bewertungskennzahl dar.


Aufschubzeit

Mit der Aufschubzeit ist der Zeitraum gemeint, der zwischen dem Abschluss einer privaten Rentenversicherung und der Auszahlung der ersten Rente liegt .


Aufsichtsrat

Kontrollorgan einer AG. Der Aufsichtsrat überwacht vor allem die Geschäftsführung des Vorstands und ernennt dessen Mitglieder.


Aufstockungsaktien

Sie werden ausgegeben, wenn eine Aktiengesellschaft offene Rücklagen in dividendenberechtigtes Grundkapital umwandelt. Die gesamten Eigenmittel der Gesellschaft werden dadurch nicht verändert, so dass die Beteiligung des Aktionärs gleich bleibt.


Auftragsstimmrecht

Jeder Aktionär kann einen Dritten (Kreditinstitut, geschäftsmäßigen Aktionärsvertreter o.ä.) dazu bevollmächtigen, sein Stimmrecht in der Hauptversammlung auszuüben. Vielfach bevollmächtigen die Aktionäre zweckmäßigerweise ihre Depotbank zur Ausübung des Stimmrechts.


Aufwertung

Die Heraufsetzung des Außenwertes einer Währung gemessen an anderen im Verhältnis stehenden Währungen im internationalen Handels-/Zahlungsverkehr bezeichnet man als Aufwertung. Der Gegensatz hierzu ist die Abwertung.


Auktionsverfahren

Kursfeststellung durch Angebot und Nachfrage.


Ausbildungsversicherung

In der Regel wird die Ausbildungsversicherung von einem Elternteil für sein Kind abgeschlossen, wobei das Elternteil die Beiträge bezahlt und das Kind der Begünstigte ist. Die Ausbildungsversicherung fördert die Berufsausbildung des Kindes. Beim Tod des Kindes kann eine andere Person an dessen Stelle treten. Beim Tod des Elternteils läuft die Ausbildungsversicherung ohne Beitragsverpflichtungen bis zum vereinbarten Termin weiter.


Ausgabeaufschlag

Einmaliges Entgelt für Beratung und Vertrieb, das beim Fondskauf erhoben und an den Vermittler weitergereicht wird. Er beträgt für Aktienfonds im Schnitt fünf, für Rentenfonds drei Prozent.


Ausgabekurs

Der Preis, zu welchem Wertpapiere neu ausgegeben werden, ist der Ausgabekurs. Bei Anteilsscheinen, die von Kapitalanlagegesellschaften verkauft werden (z.B. Wertpapierfonds, offen Immobilienfonds) richtet sich der Ausgabekurs nach dem Wert des Fondsvermögens pro Anteil.


Ausgabepreis

Täglich ermittelter Preis, zu dem man Fondsanteile erwerben kann. Summe aus Anteilwert (Rücknahmepreis) und Ausgabeaufschlag.


Ausschüttender Fonds

Ein Fonds, bei dem die Erträge (Dividenden, Zinsen und Veräußerungsgewinne) einmal jährlich an den Anteilsinhaber ausgeschüttet werden. Gegenteil: thesaurierender Fonds.


Aussetzung

Zeitlich beschränktes Pausieren des Wertpapiers vom Handel beim Eintreten von plötzlichen Ereignissen, die überdurchschnittlich starke Schwankungen des Börsenkurses zur Folge haben oder haben können. Die Aussetzung dient zum Schutze der Anleger.


Ausübungsanzeige

Damit signalisiert ein Optionsbesitzer, dass er seine Option ausüben möchte.


Ausübungspreis

Siehe Basispreis.


Außerordentliche Hauptversammlung (aoHV)

Außerhalb des jährlichen Turnus einberufene Hauptversammlung. sie wird nur bei sehr wichtigen Entscheidungen oder Ereignissen einberufen, z.B. wenn ein Verlust festgestellt wurde, der die Hälfte des Grundkapitals vernichtet. Alle Aktionäre, die mehr als 20 Prozent vom Grundkapital halten, können eine aoHV einberufen.


AVAD

Mit der AVAD ist die Auskunftsstelle über Versicherungs-Bausparkassenaußendienst und Versicherungsmakler in Deutschland e.V. gemeint. Die AVAD ist eine Einrichtung im Versicherungswesen und gibt nur Auskünfte an Unternehmen ab, die entweder dem GDV oder den Fachverbänden angehören.

Adresse

Versicherungsmakler Heinrich
Versicherungsfachwirt
Knut Heinrich
Waldstr. 9
34277 Fuldabrück

Kontakt

Tel: 05665-40301
Fax: 05665-40302
Mobil: 0172-4286384
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!